Drei Telefone klingeln gleichzeitig, das E-Mail-Postfach ist überfüllt, Kolleginnen und Kollegen melden sich krank, andere befinden sich im Urlaub. Ein ganz normaler Arbeitstag, könnte man meinen. Auf Dauer jedoch stellt diese Dauerbelastung ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar – darauf weisen Ärztinnen, Ärzte und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten hin.
Wird Überlastung zum Alltag, steigt das Risiko für ein Burn-out-Syndrom deutlich. Besonders engagierte und idealistische Menschen versuchen häufig, trotz Zeitdruck und Personalmangel alle Anforderungen zu erfüllen und bestehende Lücken zu kompensieren. Fehlt dabei der notwendige private Ausgleich oder eine angemessene Wertschätzung, kann anfängliche Begeisterung in chronische Erschöpfung übergehen. In der Folge kann sich ein Burn-out entwickeln, das schließlich in eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung münden kann.
Zu den ersten Anzeichen eines Burn-outs zählen unter anderem:
Nervosität und Gereiztheit
anhaltende Müdigkeit und schnelle Erschöpfung
Schlafstörungen
Magen-Darm-Beschwerden
Rückenschmerzen
Hinzu kommen häufig Arbeitsunlust, Resignation sowie ein Verlust von Interesse und Freude. Wer solche Symptome bei sich wahrnimmt, kann durch frühzeitige Prävention und gezielte Maßnahmen schwerwiegende Folgen vermeiden.
Schätzungen zufolge sind bis zu 25 Prozent der Erwerbstätigen von Burn-out betroffen. Besonders gefährdet sind dabei hochengagierte Mitarbeitende – also jene, die für Unternehmen besonders wertvoll sind. Diese neigen dazu, ihre körperlichen, geistigen und psychischen Grenzen dauerhaft zu überschreiten.
Werden Burn-out-Risiken nicht rechtzeitig erkannt oder Mitarbeitende nicht ausreichend darin unterstützt, achtsam mit ihren persönlichen Ressourcen umzugehen, kann dies im Extremfall zu wochenlangen Arbeitsausfällen, Leistungsabfall und erhöhten Fehlzeiten führen.
Burn-out-Prävention trägt entscheidend zum Erhalt von Gesundheit, Lebensfreude und Leistungsfähigkeit bei – für Sie und Ihre Mitarbeitenden.
